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Flughafenausbau und das Märchen vom bedrohlichen Kapazitätsengpass

Zum heutigen Artikel in der Frankfurter Neuen Presse, nach dem Fraport-Chef Stefan Schulte einen Strategiewechsel ankündigt und künftig um so genannte Billigflieger werben will – siehe ‚Fraport: Charme-Offensive für Billigflieger‘ – erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Jahrelang wurde behauptet, ohne den Ausbau des Frankfurter Flughafens sei der Airport nicht mehr konkurrenzfähig. Nun setzt  Fraport-Chef Schulte zukünftig auf Billigfluglinien, was die Argumente für den Ausbau ad absurdum führt. Der weitere Ausbau des Flughafens ist nicht auf einer verkehrlichen Notwendigkeit begründet und dient nicht der Mobilität der hier lebenden und arbeitenden Menschen, sondern nur der Wachstumslogik und dem Profitinteresse der börsennotierten Fraport AG.“

Der Börsengang der Fraport 2001 habe den unnötigen Ausbau von Kapazitäten beschleunigt. Fraport versuche jetzt, die Kapazität mit Billigfliegern zu füllen, so Wissler. Das sei für die lärmgeplagten Anrainer und auch in umweltpolitischer Hinsicht ein völlig falsches Signal.

Wissler: „Mehr Lärm, mehr Feinstaub und mehr klimaschädliche Abgase durch Billigflieger sind der falsche Weg. Nicht Wachstum um jeden Preis, sondern vernünftige Entwicklungskonzepte sind gefragt. Hier muss die Politik handeln. Für den hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bietet sich zum wiederholten Mal die Chance, wirklich etwas für den Gesundheits- und Klimaschutz zu tun. Statt mehr Billigflüge am Frankfurter Flughafen zu unterstützen, muss Al-Wazir für die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene sorgen. Ziel sollte zudem sein, dass die Flugbewegungen auf ein vernünftiges Maß von 380.000 im Jahr gedeckelt und ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr eingeführt wird.“


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