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Sozial- und Erziehungsdienst

Aufwertung der Arbeit bleibt weiter auf der Agenda

Zu der Entscheidung der bundesweiten Streikdelegiertenkonferenz von ver.di erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes haben nun die Möglichkeit vor Ort ihre Haltung zum Schlichterspruch zu diskutieren. Auch wenn die Kommunalen Arbeitgeber sich über dieses Vorgehen verärgert zeigen – es ist zutiefst demokratisch. Schließlich waren es die Erzieherinnen und Erzieher, die Sozialpädagogen und die in der Behindertenarbeit Beschäftigten, die sich über viele Wochen engagiert und gestreikt haben, um eine Aufwertung der sozialen und Erziehungsberufe zu erreichen. Wir teilen die Position der Gewerkschaften, dass Druck auf die Arbeitgeberseite dringend notwendig und es zudem sinnvoll ist, für berechtigte Forderungen auf die Straße zu gehen.“

Laut ver.di und GEW seien im Bereich der Behindertenhilfe erste Schritte zur Aufwertung in diesem wichtigen Feld vorgeschlagen worden, so Schott. Im Erziehungsdienst gebe es Verbesserungen für Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen. Gestärkt würden Leitungen sowie ihre Stellvertretungen, bei den Sozialpädagogen wurden geringe Verbesserungen erreicht. Es handele sich aber eher um Gehaltserhöhungen als um eine echte Aufwertung der Berufe.

Schott: „Der Kampf um Aufwertung der Berufe sollte weitergehen. Es muss darüber gesprochen werden, wie Kindertagesstätten ausreichend finanziert werden können. Statt die Erhöhung auf die Elternbeiträge zu schlagen, ist eine wesentlich stärkere Beteiligung von Bund und Land zu Gunsten der Kommunen erforderlich, die aktuell ungefähr drei Viertel der Kosten der Kinderbetreuung tragen. Qualitäts- und Ausstattungsfragen, die enorme Belastung der Beschäftigten – all das sind wichtige Themen in allen Abteilungen des Sozial- und Erziehungsdienstes.

Die wichtige Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft und ihre Zukunft ist deutlich geworden. Doch die Konsequenzen daraus müssen erst noch gezogen werden.“


Pressestelle DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
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