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Gutachten von ‚Forensic Architecture‘ soll am Freitag im NSU-Untersuchungsausschuss thematisiert werden

Anlässlich der am kommenden Freitag anstehenden erneuten Zeugenvernehmung von Andreas Temme im NSU-Untersuchungsausschuss erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Obmann im NSU–Untersuchungsausschuss:

„Die Ergebnisse der Forschung des ‚Forensic Architecture Institute London‘ sind ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung des NSU–Komplexes. Anhand der polizeilichen Ermittlungen haben die Forscher die möglichen Abläufe des Mordes an Halit Yozgat in akribischer Weise aufgearbeitet und visualisiert. Sie kommen zu dem Schluss, dass der ehemalige Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme die Leiche gesehen haben muss. Da Temme nach wie vor behauptet, trotz seiner Anwesenheit im Internetcafé den Mord nicht mitbekommen und die Leiche nicht gesehen zu haben, ist es uns wichtig, ihn mit den Ergebnissen der Londoner Forscher direkt zu konfrontieren.“

Dem Untersuchungsausschuss liege das dazu gehörende Gutachten zur Sichtung vor, ein formaler Beweisbeschluss zu dessen Beiziehung sei bisher aber noch nicht beschlossen worden, so Schaus.

„Da in der Vergangenheit Zeuginnen und Zeugen im Ausschuss auch Presseartikel und ähnliches vorgelegt und sie dazu befragt wurden, sollte die Einbringung und Thematisierung dieses öffentlich zugänglichen Materials unproblematisch sein.“

Hinweis:
Hermann Schaus hat sich gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden Janine Wissler am vergangenen Freitag die Arbeit von Forensic Architecture im Rahmen einer Documenta-Besichtigung angesehen.

Pressestelle DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
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