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Krankenhäuser brauchen mehr Personal

Anlässlich der in den nächsten zwei Tagen angekündigten Streiks für einen ‚Tarifvertrag Entlastung‘ an den Krankenhäusern erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„In Frankfurt-Höchst und im Universitätsklinikum Gießen-Marburg finden am 10. und 11. Oktober zum zweiten Mal Streiks für einen ‚Tarifvertrag Entlastung‘ statt. Die Arbeitgeber zeigen sich aber noch nicht gesprächsbereit. DIE LINKE ist solidarisch mit den Aktionen und Streiks der Klinikbeschäftigten und fordert eine Mindestpersonalausstattung, die gesetzlich oder tariflich festgelegt wird. Außerdem müssen Auszubildende genügend Zeit und Anleitung erhalten, so dass sie ihre Ausbildung gründlich und gut absolvieren können.“
Die Beschäftigten in der Pflege und den vielen anderen Tätigkeitsbereichen im Krankenhaus seien maßlos überlastet. Überforderung durch Zeitmangel und Stress seien längst zum Dauerzustand geworden, so Schott. Resignation, gefährliche Überlastungen in der Pflege und vielfältige Gefährdung der Gesundheit der Beschäftigten seien die Folge. Jede Patientin und jeder Patient verdiene eine würdevolle und menschliche Pflege und Behandlung im Krankenhaus. Dies sei wichtig für eine gute Gesundheitsversorgung. Die Beschäftigten der Charité und im Saarland hätten bereits gezeigt, dass es möglich sei, die Arbeitgeber zu Verhandlungen zu zwingen. Auch in Hessen müsse dies nun geschehen.

Schott: „Die neue Bundesregierung muss dringend die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessert werden. Dazu gehört eine andere und bessere Finanzierung der Kliniken. Bessere Arbeitsbedingungen führen dazu, dass mehr Frauen und Männer bereit sind, den Beruf zu ergreifen.“

Pressestelle DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
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