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Am falschen Ende gespart: Jugendämter müssen bedarfsgerecht und kindeswohlorientiert ausgestattet werden

Zur heute vorgestellten Studie ‚Zur Situation der ASD im Jugendamt‘ der Universität Koblenz – siehe Beitrag auf hessenschau.de ‚Kindesmisshandlungen in Hessen: Jugendämter überlastet‘ - erklärt Marjana Schott, sozial- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Jahren beklagen: Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) an den Jugendämtern ist viel zu gering ausgestattet – und das in allen Bereichen.“

Hessen bilde da leider keine Ausnahme. Es fehle an Personal, an Zeit, an Räumlichkeiten und an Ausstattung, so Schott. Im schlimmsten Fall bedeute dies, dass das Jugendamt nicht fachgerecht eingreifen könne, wenn Kindern in ihren Familien zu Schaden kämen. 2017 seien elf Kinder in Hessen an unnatürlichen Ursachen gestorben. Angesichts solcher Zahlen könne nicht hingenommen werden, dass der ASD am Rande seiner Möglichkeiten balanciere.

Schott: „Der bestehende Zustand ist nicht haltbar, weder für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter ständigem Stress und Druck stehen, noch für die Familien und Kinder, die auf Hilfe des Jugendamtes angewiesen sind. Schnelles Handeln ist eine entscheidende Komponente. Wenn Kontakte zu Familien aus Zeitmangel nur alle sechs Monate möglich sind, dann muss jedem klar sein, dass so nicht bedarfsorientiert gearbeitet werden kann.

DIE LINKE schließt sich der Forderung an, dass der Bund die Jugendämter ausreichend finanzieren muss. Bis dahin muss das Land für eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen sorgen.“


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