Ärzte müssen straffrei über Abtreibung informieren können

665 Kristina HaenelFoto: Fraktion DIE LINKE | v.l.n.r.: Janine Wissler, Jan Schalauske, Gabi Faulhaber, Achim Lotz, Marjana Schott und Mürvet Öztürk erklären sich solidarisch mit Kristina Hänel. Auch Ulrich Wilken und Hermann Schaus erklären sich solidarisch und fordern die Abschaffung des § 219a StGB.

DIE LINKE. im Hessischen Landtag fordert die Abschaffung des § 219a StGB
Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der LINKEN sagt dazu:„In Gießen wurde vor Gericht eine Ärztin verurteilt, weil sie Frauen über den Schwangerschaftsabbruch informiert. Sie hat unsere volle Solidarität. Viele Ärztinnen und Ärzte trauen sich nicht, Informationen zur Verfügung zu stellen, weil ein veralteter Paragraf aus dem Strafgesetzbuch dies unter Strafe stellt. Es ist widersinnig, Schwangerschaftsabbrüche unter bestimmten Bedingungen straffrei zu stellen, aber die Information darüber zu kriminalisieren.

“DIE LINKE habe im Landtag einen Antrag eingebracht, in dem sie die Landesregierung auffordert, eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des § 219 a einzuleiten. Wenn die vier Parteien, die diese Initiative unterstützen, im Landtag und Bundestag gemeinsam stimmen würden, wäre es möglich, Frauen in einer kritischen Situation besser zu beraten, so Schott.

„Mehr als 114.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hat die Petition für die Gießener Ärztin solidaritaetfuerkristinahaenel – Frauenverbände, Pro Familia und viele Ärztinnen und Ärzte haben sich dafür eingesetzt, dass Kristina Hänel nicht verurteilt wird. DIE LINKE ruft weiterhin alle auf, ihre Solidarität mit der Ärztin und ihren Willen zur Abschaffung des Strafrechtsparagrafen zu bekunden.“

Hinweis:
Antrag ‚Abschaffung des Paragrafen 219a StGB’ hier: bit.ly/2zjirX3